Frauenärzte im Netz

Dr. med. Petra Brinkmann, Rothenburg 49, 48143 Münster

2. Brustultraschall (Mammasonographie)

Das Mammakarzinom ist mit einer Inzidenz von ca. 7% aller Tumoren die häufigste bösartige Erkrankung der Frau. Neben der Mammographie (Röntgenaufnahme der Brust) hat sich die Mammasonographie (Ultraschall der Brust) als wichtigste Untersuchung zur Diagnosestellung etabliert.

Einsatzmöglichkeiten für den Ultraschall ergeben sich insbesondere für Frauen, bei denen die Aussagefähigkeit der Mammographie eingeschränkt ist, wie z.B.:

1. Bei dichtem Drüsengewebe
Bei jungen, schwangeren oder stillenden Frauen oder bei Frauen mit einer Mastopathie findet sich in der Regel ein dichtes Brustdrüsengewebe, welches die Beurteilbarkeit der Mammographie erschwert.
Bis zu einem Alter von 30 bis 35 Jahren ist deshalb in den meisten Fällen die Ultraschalluntersuchung der Brust der Mammographie vorzuziehen.

2. Nach Operationen oder Strahlentherapie
Die operierte oder bestrahlte Brust ist durch Narbengewebe oder Gewebsverdichtungen oft nicht sicher beurteilbar. Bei Nachkontrollen ist es unter Einsatz der farbkodierten Sonographie häufig möglich, anhand auffälliger Gefäßmuster neu entstandene oder wiederaufflammende bösartige Veränderungen zu entdecken.

3. Bei entzündlichen Veränderungen oder Prothesenimplantaten

4. Bei Personen, die unter Karzinomangst leiden
Die Mammasonographie in kürzeren Zeitintervallen kann in diesen Fällen zur Beruhigung des betroffenen Menschen beitragen.



Bei vielen Frauen wird die Ultraschalldiagnostik als ergänzende Massnahme zur Mammographie eingesetzt. Es hat sich gezeigt, dass die Sicherheit der Diagnose durch die zusätzliche Ultraschalluntersuchung deutlich angehoben wird. Diese Tatsache wird unterstrichen, da sich 9% aller palpablen malignen Tumoren dem mammographischen Nachweis entziehen.
Sonographisch gezielte Punktionen / Stanzbiopsie erlauben darüber hinaus eine zuverlässige Abklärung unklarer Brustbefunde.